Das Nukeproof Mega ist das meistverkaufte Bike der Marke — und das nicht ohne Grund. Wir haben das Carbon-Modell nun über mehrere Jahre im Einsatz und auf verschiedenen Schweizer Trails unter die Lupe genommen. Das Fazit: Es ist verdient das meistverkaufte Bike der Marke und die 4 EWS Titel bestätigen unser Eindruck.
Testbericht: Nukeproof Mega V4 – Die unangefochtene Enduro-Legende im Check
Das Nukeproof Mega braucht eigentlich keine Vorstellung. Seit Sam Hill damit die Enduro World Series (EWS) dominiert hat, gilt es als das Mass der Dinge, wenn es um Speed, Haltbarkeit und pure Race-Performance geht. Doch wie schlägt sich das 2026er Modell auf unseren Schweizer Hometrails? Wir haben unsere wichtigsten Erkentnisse analysiert und das Bike selbst auf Herz und Nieren getesttet.
Die Fakten: Was macht das Mega zum "Mega"?
Das Mega ist in zwei Varianten erhältlich: Das 290 (Full 29") für maximale Laufruhe und Speed in den Grössen XL und XXL, und das 297 (Mullet-Setup) für alle Grössen von S/M/L, die es verspielt lieben und das Hinterrad gerne aktiv in die Kurven drücken.
Rahmen und Geometrie des Nukeproof Mega V4 2026
Der Carbon-Rahmen des Mega ist leichter und steifer als der Vorgänger und wir in einer neuen Produktion in Taiwan gefertigt. Nukeproof hat beim Layup nachgebessert — das Ergebnis ist ein Rahmen, der sich direkt und präzise anfühlt. Die Geometrie trifft den Sweet Spot zwischen aggressiv und gutmütig.
Fahrwerk & Kinematik
Das Herzstück des Nukeproof Mega V4 ist die überarbeitete Kinematik. Die Tester sind sich einig: Es ist "effizient, aber schluckfreudig". Dank der optimierten Anti-Squat-Werte klettert das Mega gut für ein Enduro Bike. Bergab fühlt es sich "plüsh" an, ohne dabei im mittleren Bereich wegzusacken. In der 297 Mullet Version generiert der Hinterbau des Mega 165mm Federweg hinten und in der Full-29 Version 160mm Federweg.
Auf dem Trail: Tessin Enduro
Erster grosser Test: Die steilen Sections oberhalb von Lugano auf den Trails der Arbostora Trail Alliance. Das Mega kommuniziert klar — man weiss jederzeit was vorne und hinten passiert. Die Gabel und Dämpfer harmonieren hervorragend miteinander. Sag 30%, Rebound eingestellt nach Herstellervorgaben — fertig ist das perfekte Setup für Schweizer Verhältnisse.
Bergauf: Überraschend gut aber es bleibt ein Enduro
Für ein Enduro-Bike klettert das Mega gut, aber Uphill Koms holt man mit einem Enduro einfach nicht. Der steile Sitzwinkel bringt das Gewicht genau dorthin, wo es beim Klettern sein soll. Auf einer mehrstündigen Tour in Cannobio hat das Mega eine solide Leistung gezeigt.
Wo das Bike glänzt
Technische, roughe Abfahrten — genau das ist das Terrain, für das das Mega gebaut wurde. Roots, Drops, Steinpassagen: Das Bike vergibt Fehler und belohnt Commitment. Am schnellsten fühlt man sich, wenn man einfach loslässt und dem Bike vertraut.
Warum das Mega das richtige Bike für dich ist:
Egal ob du die Swiss Enduro Cup mitfahren willst oder einfach ein Bike suchst, das im Bikepark Lenzerheide genauso abliefert wie auf den roughen Jura-Trails: Das Mega gibt dir das Selbstvertrauen, die Bremse offen zu lassen. Es ist ein "Race-Bike" – gebaut, um gefahren zu werden, nicht um nur im Keller gut auszusehen.
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Fazit
Das Nukeproof Mega Carbon ist ein Allround-Enduro-Bike in dieser Klasse. Vier Weltmeistertitel sind kein Zufall — das Bike funktioniert. Für Schweizer Fahrer, die Enduro-Touren auf technischem Terrain fahren, gibt es kaum bessere Optionen.
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